AfD stürzt Friedrich Merz

Shownotes

Die Moderatoren dieser Folge sind KI Entitäten der LabNews Media LLC

Foto: Unsplash

Produziert von LabNews Media LLC

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist Punkt achtzehn Uhr in Magdeburg, die Wahllokale schließen.

00:00:05: Auf den großen Bildschirmen leuchtet eine einzige Zahl auf und hunderte Kilometer entfernt in Berlin beginnt das Kanzleramt zu wanken!

00:00:14: Ja

00:00:15: ein absolutes Beben

00:00:16: Definitiv.

00:00:18: Willkommen zum heutigen Digdive von Diagnose Deutschland!

00:00:22: Schön, dass du dabei bist.

00:00:24: Wir beide, deine heutigen analytischen Reiseleiter – wir sind KI-Antitäten der Labnews Media LLC und wir moderieren hier das politische Foyettin.

00:00:34: Intellektuell anspruchsvoll und absolut fundiert.

00:00:37: Genau.

00:00:37: Und bevor wir hier tief in die Mechanik dieses Wahlabends einsteigen müssen wir direkt zu Beginn die Leitplanken für diese Diskussion abstecken.

00:00:45: Sehr wichtig, ja.

00:00:46: Wir setzieren heute nämlich einen Text der noch druckfrisch ist eine ziemlich scharfe extrem pointierte Analyse von Pugnalum.

00:00:54: Der Titel lautet schlicht AfD stürzt Friedrich Merz Datiert auf den heutigen Sonntag, den sechsten September, zwei tausend sechsundzwanzig.

00:01:02: Ein krasser Titel Ja

00:01:04: und der Text beschreibt ein politisches Beben Und ist in seiner Natur extrem aufgeladen.

00:01:10: Uns als KI-Moderatoren geht es hier aber nicht darum, diese Entwicklungen irgendwie moralisch zu bewerten, zu beklagen oder zu feiern.

00:01:17: Wir beziehen absolut keine Stellung!

00:01:19: Richtig – keine Seite!

00:01:21: Wir unterstützen weder Linke noch rechte Positionen.

00:01:24: Wir nehmen einfach die vorliegenden Fakten, die Argumentationslinien und auch diese rhetorischen Bilder der Quelle und zerlegen sie in ihre Einzelteile.

00:01:31: Das Ziel ist einzig unterleihen, dir als Zuhörer zu helfen….

00:01:35: ähm Die tiefere Logik und die architektonischen Risse im politischen System zu verstehen, die dieser spezifische Text offenlegt.

00:01:44: Ganz genau!

00:01:45: Und dieser Abend der beginnt mit einem Schockmoment – Der Autor beschreibt das nicht als lauten Knall sondern als ein Fallbeil, dass ganz leise aufsetzt.

00:01:56: Pünktlich um achtzehn Uhr veröffentlichen Infratest, DEMAP und Forschungsgruppe wahlen ihre Prognosen für Sachsen-Anhalt.

00:02:06: Genau, die Zahlen.

00:02:07: Die AfD schießt auf ... Wahnsinn!

00:02:20: Der Text macht sofort klar diese Rechnung geht direkt nach Berlin – auf den Schreibtisch von Friedrich Merz.

00:02:25: Okay dröseln wir das mal auf.

00:02:27: Wir reden hier von ... Das ist ne Proglose.

00:02:31: Keine einzige Stimme ist zu diesem Zeitpunkt fertig ausgezählt.

00:02:35: Warum wird eine bloße statistische Hochrechnung auf Landesebene in der Sekunde ihres Erscheinens als finales tödliches Urteil für den Bundeskanzler interpretiert?

00:02:46: Das ist der Moment, in dem man die Unterscheidungen zwischen formaler Macht und realer politischer Schwerkraft verstehen muss.

00:02:55: Okay wie meinst du das

00:02:57: also?

00:02:57: formale macht besagt?

00:02:59: Friedrich Merz ist Kanzler, er hat eine Mehrheit im Bundestag.

00:03:02: Es gibt keinen Misstrauensantrag also regiert er weiter.

00:03:05: Auf dem Papier ändert sich nichts Richtig

00:03:07: auf den Papier.

00:03:08: Die reale politische Schwerkraft aber funktioniert halt anders.

00:03:12: Macht endet in der Politik sehr oft lange bevor Papiere unterschrieben werden.

00:03:17: Sie endet wenn sich die unwiderlegbare Realität im Raum so massiv verschiebt dass jede Autorität im Grunde verdampft.

00:03:25: Und das es hier passiert?

00:03:26: Die Quelle sagt das ganz explizit.

00:03:29: Wer an diesem Abend noch auf den Unterschied zwischen Prognose und Auszählung verweist, der hat das Wesen von Wahlen nicht verstanden.

00:03:37: Ein Ausschlag von forty-fünf zu achtzehn Komma fünf Prozent ist so gigantisch dass die exakte Kommastelle am Ende der Nacht absolut keine Olle mehr spielt.

00:03:46: Magdeburg mag bevölkerungstechnisch kein Schwergewicht sein aber diese Zahl zerschmettert die politische Aura des Kanzlers.

00:03:52: Das bedeutet also, die physische Machtstruktur in Berlin bleibt um achtzehn Uhr einund dreißig unangetastet.

00:03:59: Aber die psychologischen Machtstrukturen ist pulverisiert.

00:04:02: Perfekt zusammengefasst!

00:04:05: Warum trifft das ausgerechnet März so isoliert?

00:04:07: Die CDU in Sachsen-Anhalt hat ja ihren eigenen Spitzenkandidaten.

00:04:11: Eben.

00:04:11: Warum ist es nicht in erster Linie das Problem von Sven Schulze?

00:04:14: Laut unserer Quelle liegt das wohl daran dass März diesen Wahlkampf zu seinem eigenen Labor gemacht hat.

00:04:20: Ja

00:04:20: was hier faszinierend ist Merz hatte versprochen die AfD kleinzukriegen.

00:04:26: Seine Strategie war es, die Themen der AfD also Migration innere Sicherheit diese ganze Überborderung des Staates offensiv zu übernehmen aber die Personen der AfD konsequent auszugrenzen.

00:04:39: Und genau da liegt wohl der strategische Kernfehler, den der Artikel herausarbeitet.

00:04:44: Der Autor beschreibt das Gefühl der Wähler gegenüber dem Staat sehr treffend als etwas, dass zwischen Amtsschimmel und Bühne schwankt.

00:04:55: Also einerseits eine bürokratische Überregulierung die das tägliche Leben lähmt und andererseits eine Politik, die nur noch als reine Theatralik – also Bühnen ohne Substanz wahrgenommen wird!

00:05:06: Und Merz hat versucht, diese Frustration in seinem Wahlkampf irgendwie aufzugreifen und im CDU-Stimmen umzumünzen.

00:05:13: Er wollte die Themen besetzen – aber das Resultat kennen wir.

00:05:18: Jemand der die Probleme zwar anspricht, aber ironischerweise selbst als Teil des dysfunktionalen Establishments angesehen wird?

00:05:26: Genau das!

00:05:27: Da muss ich kurz einhaken….

00:05:29: Wenn wir uns die politische Landschaft in Europa so ansehen ….

00:05:32: Hat diese Strategie ja durchaus schon

00:05:34: funktioniert?!

00:05:35: In Dänemark zum Beispiel.

00:05:37: Ja, Dänemark wird da oft genannt.

00:05:39: Genau!

00:05:40: Die Sozialdemokraten dort haben extrem strikte migrationspolitische Position der Rechten übernommen und die Rechtspropolisten damit erfolgreich neutralisiert.

00:05:50: Warum fährt die CDU unter März laut diesem Text mit einer eigentlich bewährten Blaupause derart gegen die Wand?

00:05:57: Weil wir es hier mit dem klassischen Dilemma asymmetrischer politischer Strategien zu tun haben.

00:06:04: Warte kurz... Asimetrische politische Strategien, das klingt nach einem politikwissenschaftlichen Pro-Seminar.

00:06:10: Was genau heißt das ganz konkret wenn Merz in Magdeburg auf einer Wahlkampfbühne steht?

00:06:14: Okay, stell dir das mal wie ein Fußballspiel vor!

00:06:17: Ein Spiel bei dem eine Mannschaft plötzlich entscheidet nach den Regeln des Gegners zu spielen – auf dessen Platz mit dessen Ball.

00:06:24: In Dänemark haben die Sozialdemokraten das Thema Migration in ihr eigenes schon bestehendes Narrativ vom Schutz des Wohlfallsstaates eingebaut.

00:06:31: Sie haben das Thema auf ihren eigenen Platz geholt.

00:06:33: Macht Sinn.

00:06:34: Was Merzlaut der Quelle gemacht hat, ist das Gegenteil.

00:06:37: Er hat den Diskursraum der AfD als den einzig relevanten akzeptiert und versucht dort lauter zu sein.

00:06:42: Und das ist das Asimetrische?

00:06:43: Genau!

00:06:44: Das Problem daran ist wenn du als etablierte Partei monatelang signalisierst dass das Problembewusstsein der Opposition absolut richtig ist Du aber jahrzehntelang selbst Teil der Regierung warst, dann legitimierst du in den Augen der Wähler nicht dich als Lösungsbringer, sondern du bestätigst eigentlich die fundamentale Kritik des Originals.

00:07:05: Ach krass!

00:07:06: Der Wähler entscheidet sich im Zweifel also immer für das Original?

00:07:10: Nicht für die hastig angefertigte

00:07:12: Kopie?!

00:07:13: Exakt.

00:07:13: Das ergibt absolut Sinn – es ist quasi ein politisches Eingeständnis so nach dem Motto ihr hattet die ganze Zeit Recht und der Wähle antwortet gut dann wähle ich auch die, die schon immer recht hatten.

00:07:24: So simpel aber so brutal!

00:07:27: Hier wird es wirklich interessant denn wenn wir verstehen wollen warum die CDU von siebenunddreißig Komma eins Prozent im Jahr zwei tausend einundzwanzig auf diese achtzehn Komma fünf Prozent abgestürzt ist da reicht es doch nicht nur auf die letzten paar Wochen von mehr Zweikampf zu schauen.

00:07:42: Die Wurzeln müssen doch viel weiter zurückreichen.

00:07:44: definitiv der Text verweist er auf eine historische Dimension die man sehr leicht übersieht wenn man immer nur auf Berlin start.

00:07:51: Welche genau?

00:07:52: Die CDU hat in Sachsen-Anhalt seit zwei tausendzwei regiert.

00:07:56: Das ist ein knappes Vierteljahrhundert ununterbrochener politischer Dominanz, Rainer Haseloff der langjährige Ministerpräsident, der galt lange als Garant für stabilitiert.

00:08:06: Aber...

00:08:07: Doch der Artikel deutet an, dass der späte – vielleicht zu später Rücktritt Haselofs zugunsten von Sven Schulze – ein fataler Fehler war!

00:08:15: Die Wähler haben an diesem Abend nicht einfach nur einen missglückten Wahlkampf abgestraft

00:08:19: Sondern kälteste Form der Demokratie.

00:08:23: Das ist ein extrem faszinierender Kontrast zu dem, was wir sonst oft in den Medien lesen oder?

00:08:28: Absolut!

00:08:29: Normalerweise wird ein starkes Abschneiden radikalerer Parteien ja immer als Wutwahl- oder Proteststurm geframed.

00:08:35: Genau – alles wird als hitzig emotional fast schon irrational beschrieben Aber hier wird das Wort Kalt benutzt.

00:08:44: Was ändert sich in der Bewertung, wenn wir diesen Abend nicht als Wutausbruch sondern als eiskalten Akt betrachten?

00:08:51: Es ändert alles!

00:08:52: Also eine Wutwahl ist impulsiv.

00:08:55: Wut kann verrauchen und durch ein schnelles politisches Zugeständnis irgendwie besänftig werden Bei Wut-Wähler

00:09:01: eigentlich wollen dass man ihnen zuhört.

00:09:03: Ganz genau im Kern sind die oft noch erreichbar Die kälteste Form der Demokratie wie die Quelle es eben nennt beschreibt aber den Punkt, an dem die Wut bereits komplett gewichen ist.

00:09:14: Und was bleibt dann übrig?

00:09:16: Was übrig bleibt, ist eine tiefsitzende eiskalte Entfremdung.

00:09:20: Das Land hat nicht im Affekt gehandelt – der Text betont das Land hat Nicht geschlafen!

00:09:26: Die Menschen haben die taktischen Manöver Berlins beobachtet.

00:09:30: Sie haben die späten Personalwechsel in Magdeburg registriert.

00:09:33: sie haben all das in aller Ruhe bewertet und mit chirurgischer Präzision das Vertrauen entzogen.

00:09:40: Keine romantische Revolte, sondern die eiskalte Kündigung eines jahrzehntelangen Gesellschaftsvertrages.

00:09:46: Die Kündigungen liegt also auf dem Tisch und jetzt wird es praktisch!

00:09:49: Also was bedeutet das alles?

00:09:51: Jetzt müssen wir uns anschauen wie sich diese Kündigen am Tag nach der Wahl im Parlament eigentlich manifestiert.

00:09:59: Der Maschinenraum der Demokratie

00:10:00: Genau – Wir verlassen die philosophische und historische Ebene und gehen in den Landtag Und diese parlamentarische Mathematik, die dieser Text daskiziert.

00:10:10: Das ist schlichtweg ein Albtraum für die etablierten

00:10:13: Parteien.".

00:10:14: Die Zahlen zwingen das System in eine beispiellose Zereißprobe.

00:10:18: Wie sehen sie genau aus?

00:10:19: Wir haben auf der einen Seite die AfD unter Ulrich Siegmund – mit thirty-fünf Jahren hat er die Partei auf diese forty-vierzig Komma fünf Prozent geführt.

00:10:27: Das interne Ziel war laut Quelle forty-fünfundvierzig plus X.

00:10:30: Das haben sie ja knapp verfehlt!

00:10:32: Auf der

00:10:32: anderen Seite haben wir ein regelrechtes Schlachtfeld der kleinen Zahlen.

00:10:35: Die FDP ist ja komplett raus.

00:10:37: Richtig, komplett aus dem Parlament geflogen und das Bündnis Sarah Wagenknicht zittert um die fünf Prozent Hürde.

00:10:44: Das heißt dass parlamentarische Spektrum verengt sich extrem

00:10:47: Und das zwingt die verbleibenden Parteien in eine fast schon unmögliche Situation.

00:10:53: Der Text beschreibt es so wenn man eine Regierung ohne die AfD bilden will also ohne den absoluten Wahlsieger Dann bleibt nur ein Bündnis aus Parteien, die sich laut Zitat kaum noch in die Augen sehen können.

00:11:05: Eine extrem toxische Mischung.

00:11:07: Lass uns das mal auf eine alltägliche Situation herunterbrechen um die Absurdität greifbar zu machen.

00:11:12: Gerne Stell dir vor du musst eine WG gründen Nicht weil ihr den gleichen Musikgeschmack habt oder irgendwie ein ähnliches Budget.

00:11:20: Du ziehst mit Leuten zusammen die du inhaltlich und menschlich extrem ablehnst.

00:11:25: Eine absolute Horror-WG.

00:11:27: Der einzige Der absolut einzige Grund, warum ihr euch eine Küche teilt ist damit ein bestimmter anderer Typ nicht ins Haus kommt.

00:11:34: Ein sehr treffendes Bild!

00:11:36: Und jetzt stell dir vor diese WG muss jeden Tag gemeinsam entscheiden wer einkauft wie geputzt wird und wer welche Rechnungen bezahlt.

00:11:44: Das gibt Mord-und Totschlag.

00:11:46: Genau das ist das Problem einer solchen Koalition im Parlament.

00:11:50: Wenn Linke, CDU und SPD sich zusammen tun müssen nur um eine Mehrheit jenseits der forty-fünf Prozent der AfD zu organisieren dann gibt es absolut kein verbindendes Projekt.

00:12:00: Keine gemeinsame Vision!

00:12:02: Nichts!

00:12:03: Jeder Kompromiss ob in der Bildungs oder Wirtschaftspolitik ist eine Selbstverleugnung für mindestens einen der Partner.

00:12:11: Das führt zur einer massiven Lähmung der Exekutive.

00:12:14: Aber lass uns doch mal die Alternative durch spielen die der Text vorschlägt Eine Minderheitsregierung.

00:12:19: In Skandinavien ist das ja völlig normal, warum wird eine Minderheiz-Regierung hier als synonym für maximale Instabilität gelesen?

00:12:27: Weil der skandinavische Parlamentarismus auf einer Kultur des weichen Konsenses und wechselnder Mehrheiten basiert.

00:12:33: Hier aber reden wir über ein extrem polarisiertes Parlament!

00:12:37: Okay wie würde das in Magdeburg aussehen?

00:12:39: Stell dir den politischen Alltag vor.

00:12:42: Eine Minderheitsregierung aus sagen wir CDU und SPD muss einen Landeshaushalt verabschieden.

00:12:48: Das ist das wichtigste Gesetz des Jahres, sie haben aber keine eigene Mehrheit.

00:12:52: Und

00:12:52: auf der anderen Seite sitzt die AfD?

00:12:54: Richtig!

00:12:55: Auf der anderen seite des Raumes sitzt ein massiver Block von fast fünfzig Prozent, der konsequent blockiert oder unernehmbare Gegenforderungen stellt.

00:13:05: Da geht gar nichts vorwärts.

00:13:07: Jeder kleine Ausschuss, jede Abstimmung über den Bau einer Landstraße oder die Finanzierung von Kitas wird zu einer existenziellen Zitterpartie.

00:13:16: Die Regierung muss für jede Entscheidung betteln gehen und das bei Akteuren, die oft genau auf dieses Scheitern spekulieren.

00:13:24: Also keine pragmatische Lösung?

00:13:26: Nein!

00:13:27: Eine Minderheitsregierung in dieser speziellen Konstellation bedeutet oft nicht flexible Demokratie sondern permanenten Überlebenskampf

00:13:36: was uns unweigerlich zu der großen, alles überschattenden strategischen Frage dieses Abends führt.

00:13:41: Das ist sozusagen das eigentliche Endspiel in diesem Text.

00:13:44: Die Brandmauer

00:13:45: Genau!

00:13:47: Was passiert mit der vielbeschworenen Brandmower?

00:13:50: Bisher war die Logik ja relativ einfach – alle gegen einen um diesen ein von den Hebeln der Macht fernzuhalten.

00:13:57: Das wirft eine wichtige Frage auf,

00:13:58: ja?!

00:14:00: Der Autor stellt nüchtern fest an diesem Abend, dem sechsten September steht die Brandmour noch Aber sie steht vor einem völlig veränderten Raum.

00:14:09: Sie steht jetzt vor einem Landtag, in dem die ausgegrenzte Partei fast die Hälfte an der Sitzebahnsprucht.

00:14:15: Da dringt sich bei mir doch ein sehr physisches Bild auf!

00:14:18: Welches?

00:14:19: Also eine Mauer erfüllt nur dann ihren architektonischen Zweck wenn sie etwas schützt das größer ist als die Bedrohung, die sie abwehrt.

00:14:28: Ja... zu

00:14:28: schützen.

00:14:29: Das funktioniert wunderbar so lange dass Feuer klein in der Mitte brennt.

00:14:34: Aber was passiert mit der Logik einer solchen Konstruktion, wenn das Feuer auf der anderen Seite so groß geworden ist?

00:14:39: Dass es fast die Hälfte des gesamten Raumes einnimmt.

00:14:43: Ist man dann noch der Beschützer des Raumes oder hat man sich selbst in die Ecke gemauert?

00:14:49: Das ist die absolute Schlüsselfrage und das ist die entscheidende Analyse vor der die etablierten Parteien in den kommenden Tagen stehen.

00:14:56: Wie geht es jetzt weiter?

00:14:57: Der

00:14:57: Text lässt durchblicken dass es bei der Sitzverteilung in den nächsten Tagen um kleinste Nuancen geht.

00:15:02: Es wird sich zeigen, ob eine Partei unter dem massiven Druck dieser parlamentarischen Lehmung den Mut oder aus ihrer Sicht vielleicht die Verzweiflung aufbringt diese Brandmauer offiziell einzureißen.

00:15:12: Oder eben diese Minderheitsregierung?

00:15:14: Richtig!

00:15:15: Oder ob man den Ausweg der Minderheiz-Regierung wählt.

00:15:19: das wäre der Versuch die Brandmauern nach außen hinstehen zu lassen aber durch informelle Absprachen Stimmenthaltungen und Hintertüren irgendwie zu regieren.

00:15:29: Man würde die Mauer also aushöhlen, ohne sie offiziell umzustoßen.

00:15:34: Ganz genau!

00:15:34: Und für Friedrich Merz in Berlin ist das alles ein Albtraum der einfach nicht aufhört... Denn der Kalender, auf den die Quelle verweist, ist absolut gnadenlos.

00:15:43: Es gibt keine Zeit um jetzt Wunden zu lecken oder tiefgründige Ursachenforschung zu betreiben!

00:15:48: Die

00:15:49: Zeitachse beschleunigt sich extrem.

00:15:52: In nur zwei Wochen stehen schon die nächsten Landtagswahlen an – Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

00:15:56: Das ist ja gar nichts!

00:15:58: Die

00:15:58: Schockwelle aus Magdeburg trifft direkt auf Vorbereitungen für diese Wahlen.

00:16:03: März geht als massiv beschädigter Kanzler in diese Woche.

00:16:06: Was ist das Fazit des Autors?

00:16:08: Der

00:16:08: Kekst zieht ein hartes historisches Fazit.

00:16:12: Dieser September, zw.

00:16:14: Jahrzehnte wird nicht als ein Monat der Reformen oder der politischen Gestaltung erinnert werden.

00:16:20: Sondern...

00:16:21: Er würde in die Geschichte eingehen, als der Moment, in dem die Kanzlerstrategie im entscheidenden Bundesland versagt hat und eine ostdeutsche Landtagswahl den Regierungschef der Bundesrepublik sichtbar entzaubert hat.

00:16:34: Wie das politische Berlin in den kommenden Tagen mit der Brandmauer in Magdeburg umgeht, wird zur Blaupause für die gesamte Republik.

00:16:42: Wahnsinn!

00:16:43: Fassen wir die Kernpunkte unseres heutigen Deep Dives nochmal kurz zusammen?

00:16:50: politische Macht nicht nur an Vertrauensfragen im Bundestag hängt, sondern an unwiderlegbaren Realitäten aus den Bundesländern.

00:16:59: Richtig!

00:16:59: Wir haben analysiert warum das bloße Kopien gegnerischer Positionen in so einer asymetrischen Strategie scheitern kann weil es letztlich immer das Original stärkt

00:17:10: Das Dilemma der Kopie.

00:17:11: Genau.

00:17:12: wir haben verstanden dass dieser Wahlausgang keine Hitzige Effekthandlung war, sondern die eiskalte Kündigung von Vertrauen nach über zwei Jahrzehnten.

00:17:23: Und wir haben uns angesehen wie extrem ein Parlament blockiert wird wenn die institutionelle Mathematik einfach an ihre Grenzen stößt – unsere FeindeswG sozusagen!

00:17:33: Das zeigt eindrücklich wie lebendig und gleichzeitig wie extrem fragil die Mechanismen unseres demokratischen Systems sind.

00:17:41: Die Regeln der Regierungsbildung, die Konstruktion von Koalitionen und das Instrument der Brandmauer – all das wird in diesen Tagen einem Stresstest unterzogen für den das System eigentlich gar nicht gebaut wurde.

00:17:53: Absolut!

00:17:54: Und bevor wir den Deckel auf diesen Text machen, möchte ich dir da uns gerade zuhört noch einen Gedanken mit in den Tag geben.

00:18:01: Einen Gedanken der die Analyse dieses Textes konsequent zur Ende denkt.

00:18:06: Wir haben vorhin über die erzwungenen Bühnnisse unsere WG der Feinde gesprochen.

00:18:11: Wenn ein politisches System dauerhaft und über Jahre hinweg darauf angewiesen ist, Allianzen aus tief verfeindeten Parteien zu schmieden.

00:18:20: Parteien die eigentlich für völlig gegensätzliche Vision in der Gesellschaft stehen nur um eine knapp fünfzigprozentige Minderheit von der Macht fernzuhalten... Was macht das mit uns?

00:18:31: Verändert dieser ständige, kompromisslose und zermürbende Verteidigungsmodus nicht irgendwann die demokratische Seele und die inhaltliche Substanz der etablierten Parteien viel tiefgreifender als es eine Regierungsbeteiligung der Opposition jemals könnte.

00:18:46: Das ist eine zentrale Frage, die weit über den Wahlabend in Magdeburg hinausgeht – und wirklich das Fundament unserer parlamentarischen Kultur berührt!

00:18:55: Das ist etwas, dass jeder für sich selbst beantworten muss….

00:18:59: Bis dahin bleibt das Bild, mit dem alles begann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.